27.06.2017, 07:15 Uhr » Versicherung/Leistungen » Entschädigung » Verletztengeld
Verletztengeld
Die BGN zahlt auch Verletztengeld

Verletztengeld

Für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit erhalten Verletzte oder Erkrankte (bis zu einer Obergrenze) ein gegenüber dem Nettoentgelt geringfügig abgesenktes Verletztengeld.

Während der Maßnahmen der beruflichen Wiedereingliederung zahlt die Berufsgenossenschaft ein Übergangsgeld. Dieses beträgt in der Regel 68 % des Verletztengeldes, unter bestimmten Voraussetzungen 75 %. Verletzten- und Übergangsgeld helfen, wenn das Arbeitsentgelt vom Arbeitgeber nicht weitergezahlt wird.

Der Anspruch auf Verletztengeld beginnt mit dem Tag, an dem die Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird. In der Regel werden Gehalt oder Lohn aber in den ersten sechs Wochen nach dem Unfall (Krankheitsfall) bei Arbeitsunfähigkeit durch den Unternehmer weiter gezahlt. Erst dann übernimmt die BGN die finanzielle Versorgung.

Seit 1997 ist die Leistungsdauer des Verletztengeldes an die des Krankengeldes angepasst. Es endet spätestens nach 78 Wochen - wenn nicht damit zu rechnen ist, dass die Arbeitsfähigkeit wieder eintritt und eine Berufsförderung nicht möglich ist.

Bei Arbeitnehmern beträgt das Verletztengeld unabhängig vom Familienstand und von der Zahl der unterhaltenen Angehörigen 80 Prozent des regelmäßigen Entgelts (Regellohn). Es darf das regelmäßige Nettoentgelt nicht übersteigen.

Während der Dauer des Bezugs von Verletztengeld zahlt die BGN auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Bezieher von Verletztengeld sind in der Rentenversicherung versicherungspflichtig und haben sich an der Beitragszahlung zu beteiligen. Beiträge zur Arbeitslosenversicherung fallen an, wenn durch die Arbeitsunfähigkeit oder eine Maßnahme zur medizinischen Rehabilitation eine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbrochen wird. Versicherte haben sich grundsätzlich auch an den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung zu beteiligen. Dieses entfällt nur, wenn das Entgelt unter der Geringverdienergrenze von 400 EUR liegt oder das Verletztengeld in Höhe des ALG II zu zahlen ist.

Bei freiwillig oder pflichtversicherten Unternehmern und deren im Unternehmen ohne Arbeitsvertrag mitarbeitenden Ehegatten oder Lebenspartner beträgt das tägliche Verletztengeld den 450. Teil der Versicherungssumme. Es beginnt ab dem Tag, an dem die Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird.

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