22.08.2017, 05:36 Uhr » Versicherung/Leistungen
Die BGN hilft den Betrieb umzurüsten

Kopfüber in ein neues Leben

Die BGN hilft Bernhard Behler, nach einem schweren Sturzunfall seinen Betrieb umzurüsten

von Anja Wolf
Akzente 3/2003 | Magazin für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Rehabilitation

Aus zwei Metern Höhe stürzt Bernhard Behler von einer Leiter. Die Welt um ihn herum wird dunkel. Zehn Tage liegt er im Koma, bevor er mit einem Schädelhirntrauma erwacht. Seitdem hat er fast jeden Tag Kopfschmerzen. Besonders dann, wenn er sich körperlich anstrengen muss. Und das gehört nun mal zu seinem Beruf. Bernhard Behler ist Müllermeister. Mit Hilfe der BGN hat er seine Mühle so umgebaut, dass alle schweren körperlichen Arbeiten von Maschinen übernommen werden.


"Man geht nicht mehr in der ersten Reihe« sagt Bernhard Behler und schaut nachdenklich zu Boden. Seit dem Unfall ist nichts mehr, wie es war. Vor dreieinhalb Jahren stürzte er beim Wechseln eines Filterschlauchs in seiner Mühle von der Leiter. Er schlug mit dem Hinterkopf auf dem Boden auf. Dass er überlebte, ist eigentlich ein Wunder. Seitdem leidet er regelmäßig unter Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Die Bewegungsfreiheit seines linken Arms ist eingeschränkt und er ist insgesamt nicht mehr so belastbar wie früher. Alles geht schwerer.

Die Familie ist da
Bernhard Behler ist in der dritten Generation Müller. Schon sein Vater und Großvater haben in der Mühle im westfälischen Willebadessen Mehl gemahlen. Neben der Mühle gehören zum Familienbetrieb zehn Hektar Land und 1 Milchkühe. Die Familientradition fortsetzend beliefert Bernhard Behler die kleineren Bäckereien in der Gegend mit Mehl. Das Geschäft läuft gut. Vertrauen gegen Vertrauen. Die Bäcker wissen, dass Bernhard Behler gute Ware liefert. Wenn er kann, liefert er gerne selbst die gefüllten Säcke bei seinen Kunden aus. Früher stellte er auch schon mal sonntags die Mühle an, wenn irgendwo ein Sack fehlte.
Nach dem Unfall waren erst einmal alle aus der Familie eingesprungen.
Die Verwandten halfen in der Mühle und im Stall aus. Eine Dauerlösung war das aber nicht. Hiltrud Behler erinnert sich: »Wichtig war es, das mein Mann trotz allem nicht den Mut verlor weiterzumachen. Das war nicht leicht. Vor dem Unfall war er stark. Wir alle wussten, dass würde nie mehr so sein.« Es ist vor allem auch ihrem Einsatz zu verdanken, dass es weiterging. Hiltrud Behlers Tag beginnt um 5 Uhr morgens. Sie kümmert sich um die Kühe, die auf die Weide getrieben und gemolken werden müssen. Halbtags arbeitet sie als Angestellte im benachbarten Beverungen. Wenn sie mittags nach Hause kommt, hilft sie ihrem Mann in der Mühle und kümmert sich um die beiden Töchter.

... und auch die BGN
Als Berufshelfer Christian Planck von der bgn das erste Mal in der Bad Driburger Reha-Klinik vorbeischaute, war Bernhard Behler überrascht. »Die kümmern sich um die Menschen«, bestätigt Hiltrud
Behler. Der Berufshelfer informierte Bernhard Behler über alle Leistungen, die die bgn nach einem Arbeitsunfall anbietet.
Zwei Monate nach dem Unfalltag wurde Bernhard Behler aus der Reha-Klinik in Bad Driburg entlassen. Ganz langsam versuchte er, seinen alten Rhythmus wiederzufinden. Am Anfang war das eine große Umstellung für ihn. Die Arbeit in der Mühle ging ihm nicht mehr so leicht von der Hand wie früher. Bei großen Anstrengungen bekam er starke Kopfschmerzen. Er machte sich Sorgen. Wie sollte es weitergehen?
Das musste er Schritt für Schritt herausfinden. In Absprache mit der bgn und unter ärztlicher Betreuung begann er eine Belastungserprobung. Dabei wird untersucht, wie der Patient auf tägliche Belastungen reagiert,
welche Belastungen ihm Beschwerden verursachen und wie lange er ohne Beschwerden arbeiten kann. Über einen längeren Zeitraum wurde die tägliche Arbeitszeit von drei Stunden auf schließlich sechs gesteigert. Die tägliche Belastung fiel Bernhard Behler anfangs sehr schwer. Er war vorsichtiger geworden und musste oft Pausen einlegen. Bei großer Hitze und extremer körperlicher Belastung hielt er aber auch meist die sechs Stunden nicht durch.

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