20.05.2018, 17:36 Uhr » Versicherung/Leistungen

Kopfüber in ein neues Leben

Alles sprach fürs Weitermachen
Gemeinsam mit Berufshelfer Christian Planck beriet er, wie seine berufliche Zukunft aussehen könnte. Eine Umschulung kam grundsätzlich nicht in Frage. Seinen Beruf an den Nagel zu hängen, die Mühle zu verpachten, das konnte er sich nicht vorstellen. Mit 47 Jahren in einem neu erlernten Beruf auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen, davor graute ihm. Die wirtschaftliche Situation der Mühle war außerdem vielversprechend. Alles sprach dafür, die kleine Mühle weiterzubetreiben. Und die ärztlichen Befunde belegten, dass Bernhard Behler bei geringer körperlicher Anstrengung und bei freier Arbeitseinteilung voll arbeitsfähig sein könnte. Denn zum Glück hatten seine kognitiven Fähigkeiten unter dem Unfall nicht gelitten. Bernhard Behler ist in der Lage, seinen Betrieb zu führen.
Eine dezidierte Arbeitsplatzbeschreibung gab dann Aufschluss darüber, wo körperliche Anstrengungen bestanden und verringert werden mussten. Dazu sahen sich der Berufshelfer und der Technische Aufsichtsbeamte Erich Beckhoff gemeinsam mit Bernhard Behler die Arbeitsabläufe in der Mühle an. Anschließend überlegten sie, wo technische Hilfsmittel eingesetzt werden können, um die tägliche Arbeit zu erleichtern. Probleme machten vor allem die Kornlagerung und die alte Kleiemischanlage.
Bis zu 130 Tonnen Korn können in der Mühle gelagert werden. Die Lagerkapazitäten werden gebraucht, um bei Engpässen flexibel zu bleiben. Seit Bestehen der Mühle wird das Korn auf einem Schüttboden gelagert. Dieses muss per Hand befüllt und entleert werden. Das bedeutet, dass Bernhard Behler im Extremfall an einem Tag bis zu einer Tonne Korn mit einer Schaufel bewegen musste. Auch die Kleiemischmaschine in der mittleren Etage ist veraltet. Die Abfüllung ist weit davon entfernt, so dass die anfallende Kleie erst abgesackt und dann per Hand in die Kleiemischanlage gefüllt wurde. Mit dem Verladen der 50kg schweren Mehlsäcke hat Bernhard Behler dagegen keine Probleme. Für den Transport der Säcke benutzt er eine Sackkarre. Sie werden dann von einer Rampe auf den LKW verladen.



Eine dauerhafte Perspektive
Die BGN war bereit, Bernhard Behler bei einem Umbau der Mühle finanziell zu unterstützen. Sie gewährte einen Zuschuss für arbeitserleichternde Maßnahmen. Die Behlers haben alles durchgerechnet, das Für und Wider abgewogen. Rund 20 Jahre will Bernhard Behler den Betrieb noch aufrechterhalten, bevor er sich zur Ruhe setzt. Mit dem Geld der bgn und einem Anteil Eigenkapital ließe sich die Mühle komplett modernisieren.
Nachdem das OK von der BGN da war, begannen die Umbauarbeiten. Der Schüttboden machte einer Siloanlage Platz. Heute reichen die sechs Rundsilos über drei Etagen, die Förderung des Korns läuft automatisch. Auch die alte Kleiemischanlage wurde durch eine neue modernere ersetzt. Über 6 Monate haben die Behlers die Mühle umgerüstet und modernisiert. Und da alle anderen Anlagenteile modernisiert wurden, kann Bernhard Behler effizienter arbeiten und seine Arbeitszeit freier einteilen. Früher musste die Mühle sieben Tage in der Woche laufen, um den Bedarf zu decken. Heute kann sie am Wochenende auch mal stillstehen.
Von der alten Mühle ist nur das Gebäude geblieben. Darin rüttelt die Kleiemischmaschine, die Absaugung pfeift, die Fördereinrichtungen surren. Ab und zu springt der Kompressor an und verbreitet einen ohrenbetäubenden Lärm. Die Maschinen in der kleinen Mühle laufen wieder. Geschäftig bedient Bernhard Behler die bunten Knöpfe an jeder Anlage. Das ist und bleibt seine Welt.

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